

Professor Dr. jur. Andreas Steininger, Dipl.-Ing. ist von der Ausbildung her sowohl Jurist (1. und 2. Staatsexamen) als auch Diplom-Ingenieur (theoretischer Maschinenbau). Rechtswissenschaft studierte er bis zum ersten Staatsexamen an der Universität Bonn, wo er auch das Vordiplom in Physik (Astrophysik) ablegte. Im Rahmen seiner rechtswissenschaftlichen Promotion befasste er sich rechtsvergleichend mit dem russischen Kaufrecht, welches er allerdings damals bereits in Form so genannter Knowledge Tools (regelbasiertes Computerprogramm auf der Grundlage von Flussdiagrammen) aufbereitete (Doktorvater Professor Stefan Breidenbach, Herausgeber des Grundlagenwerkes zum Legal Tech).
Nach dem Rechtsreferendariat am Landgericht Aachen und dem zweiten Staatsexamen am Oberlandesgericht Düsseldorf beendete Steininger seine naturwissenschaftliche Ausbildung als Ingenieur im Fachbereich Mechanik an der Technischen Universität Darmstadt (Dipl.-Ing.) mit einer Arbeit zur hydrodynamischen Stabilität. Hiernach folgten rechtsanwaltliche Tätigkeiten im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes bei verschiedenen internationalen Kanzleien, zunächst in Düsseldorf und London, zwischenzeitlich als Rechtsberater bei einem Rechtsberatungsprojekt der Europäischen Union in Baku, dann wieder in Moskau als Rechtsanwalt. Im Jahre 2008 wurde Steininger als Professor für Wirtschaftsrecht an der Hochschule Wismar berufen. Im Jahre 2009 gründete das Ostinstitut Wismar, welches sich vor allem der Beobachtung und Analyse russischen, ukrainischen und osteuropäischen Recht befasst. Im Jahr 2018 begann Herr Steininger mit der Abfassung eines umfangreichen Werkes zur Systemtheorie der Rechtswissenschaft, das Grundlage für diesen Studiengang Legal Tech ist. Im Jahre 2024 rief er der Studiengang Legal Tech Master an der Hochschule Wismar bzw. an der angegliederten WINGS GmbH ins Leben, den er als Studiengangsleiter führt und selber insgesamt vier Vorlesungen zum Legal Tech im Rahmen dieses Studienganges hält. Die Schwerpunkte des von Steininger geschaffenen neuen Studienganges Legal Tech liegen zu einem gewichtigen Teil auch auf der Programmierung von regelbasierten und ML-basierten Programmen, die vor allem in folgenden Bereichen eingesetzt werden: Erstellung von Vertragsgeneratoren und Legal Bots, Programmierung von E-Discovery- Programmen für Durchführung von Due Diligence sowie der Einsatz von Smart Contracts. Im Rahmen seiner Nebentätigkeitsgenehmigung berät Herr Steininger auch Unternehmen bei der Umstrukturierung von Rechtsabteilungen in Richtung Legal Tech sowie allgemein im internationalen Gesellschaftsrecht und gewerblichen Rechtsschutz (vor allem Patentrecht).




